Schon einmal in einem Opernchor gesungen?

Jetzt ist die richtige Zeit, es auszuprobieren! Im Herbst haben Interessierte die Möglichkeit, alle Gruppierungen des Leonhardi-Ensembles e.V. aktiv kennenzulernen und an offenen Werkstattproben teilzunehmen. Dabei wird das Ensemble mit den Teilnehmern im Chor und Orchester unter anderem Werke aus Nabucco und Fledermaus erarbeiten. Auch Teile aus dem kommenden Programm, der Carmina Burana, stehen auf dem Plan. Anschließend wird das Ergebnis im Oktober in einem Konzert in der Mehrzweckhalle präsentiert.

Aber auch in den anderen Gruppierungen sind Besucher willkommen. Jeder, der gerne musiziert – ob singend oder spielend –  ist herzlich eingeladen, mitzumachen und den Verein kennenzulernen. Über neue Mitglieder für das nächste große Projekt, das dann im Anschluss startet, freuen wir uns natürlich auch sehr.

Termine:

Großer Chor und Orchester

So 15.09.2019: 17 – 19 Uhr Gr. Chor, 19 – 21:30 Uhr Orchester

So 22.09.2019: 19:00 bis 21:30 Uhr Gr. Chor, 17 – 19 Uhr Orchester

So 29.09.2019: 17 – 20:00 Uhr Gr. Chor, 17:30 – 20 Uhr Orchester

Kinderchor im Pfarrsaal St. Peter, Siegertsbrunn

Do12.09.2019: 17 – 18 Uhr

Do 19.09.2019: 17 – 18 Uhr

Do 26.09.2019: 17 – 18 Uhr

Nachwuchsorchester im Pfarrsaal St. Peter, Siegertsbrunn

Mi 18.09.2019: 17:30 bis 18:45 Uhr

Mi 25.09.2019: 17:30 bis 18:45 Uhr

Mi 02.09.2019: 17:30 bis 18:45 Uhr

Werkstattkonzert ist am Sonntag, den 06.10.2019 in der Mehrzweckhalle.

Das Leonhardi-Ensemble e.V. zu Gast im Münchner Norden

Zum ersten Mal gastierten der 70-köpfige Chor und das 20 Mann starke Orchester unter der Leitung von Thomas Baron in der katholischen Kirche St. Johannes Evangelist in München. Es war ein besonders eindrucksvolles Erlebnis – nicht nur für das Publikum.

Jahr für Jahr präsentiert das Leonhardi-Ensemble e.V. seine Konzerte in der Mehrzweckhalle Höhenkirchen, die dafür extra aufwändig in einen kleinen Konzertsaal verwandelt wird. Auch heuer konnten der Große Chor und das Orchester unter der musikalischen Leitung von Thomas Baron sein Publikum dort wieder begeistern mit der Aufführung des Mozart Requiems und des modernen Werks Adam`s Lament von Arvo Pärt.

Doch in diesem Jahr gab es ein außergewöhnliches Zusatzkonzert: Das Ensemble gastierte zum ersten Mal in der katholischen Kirche St. Johannes Evangelist in München. Es handelt sich dabei um die Heimatpfarrei von Thomas Baron, der dort zwölf Jahre lang als Kirchenmusiker tätig war. Kein Aufführungsort hätte wohl besser zum diesjährigen Programm des Leonhardi-Ensembles e.V. passen können – so potenzierte die sakrale Atmosphäre des Kirchenraums die berührende Stimmung der beiden Werke. Unter den zirka 150 Besuchern befanden sich auch einige russische Gäste, die sich sichtlich bewegt zeigten von der Komposition Adam`s Lament. Darin verarbeitet der lebende estnische Komponist Arvo Pärt den tiefgreifenden Schmerz des Urvaters Adam, der nach der Verbannung aus dem Paradies über den Verlust der Liebe Gottes klagt. Die Sängerinnen und Sänger des Leonhardi-Ensembles e.V. hatten lange geprobt, um das Werk in Originalsprache aufführen zu können.

Aber auch das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart entfaltete in der kirchlichen Atmosphäre seine ganze musikalische Kraft.

Mit diesem Konzert beendet das Leonhardi-Ensemble e.V. sein diesjähriges Projekt und startet nun in die Sommerpause. Im Herbst haben Interessierte die Möglichkeit, alle Gruppierungen aktiv kennenzulernen und an drei offenen Werkstattproben teilzunehmen. Dabei wird das Ensemble mit allen Teilnehmern Werke aus Nabucco und Fledermaus erarbeiten und dann in einem kleinen Konzert aufführen. Jeder, der gerne musiziert – ob singend oder spielend –  ist herzlich eingeladen, mitzumachen und den Verein kennenzulernen. Über neue Mitglieder für das nächste große Projekt, das dann im Anschluss startet, freuen wir uns natürlich auch sehr.

Kinder spielen zugunsten von Kindern

So etwas gab es wohl noch nicht oft: Beim Benefizkonzert des Leonhardi-Ensembles e.V. führten unter anderem 16 Flüchtlingskinder ein Musiktheaterstück auf und sammelten Spenden für das Clemens-Maria-Kinderheim in Putzbrunn. Insgesamt 1436 Euro kommen den Kindern der Einrichtung zugute.

Ein kranker König und die lange musikalische Suche nach dem heilenden Frühling bildeten das Thema des Musiktheaterstücks „Wir suchen den Frühling“, das das Leonhardi-Ensemble e.V. am 7. April 2019 in der Mehrzweckhalle in Höhenkirchen-Siegertsbrunn aufführte. Die Autorin Liesel Oehlen hatte das Stück mit 24 Kindern, darunter 16 Flüchtlingskinder, über mehrere Wochen hinweg eingeübt. Das liebevoll gestaltete Bühnenbild und die vielen Requisiten, wie Stofftiere und Papierblumen, gaben der Aufführung einen ganz besonderen Rahmen. Und auch der Sprecher Martin Danes gewann mit seinem schauspielerischen Talent, seiner schelmischen Art und seiner ruhigen Stimme schnell die Herzen der vielen Zuschauer, die gebannt die Geschichte verfolgten.

Etwa 140 Personen waren beim Benefizkonzert im Einsatz.

Die kleinen Schauspieler wurden in ihrer Darbietung von den musikalischen Gruppierungen des Leonhardi-Ensembles e.V. unterstützt: dem Kinderchor unter der Leitung von Laura Schmid und dem Nachwuchsorchester unter der Leitung von Carola Sieben. Der Kammerchor wurde von Michael Merl dirigiert und der Große Chor sowie das Orchester von Thomas Baron. Insgesamt waren etwa 140 Personen an der Aufführung beteiligt.

Über den Erlös freuen sich die Kinder des Clemens-Maria-Kinderheim und seine Leiterin Sabine Kotrel-Vogel (zweite von rechts). Orchestersprecherin Elisabeth Puetz (hinten links) übergab den Scheck.

Umso mehr freute es das Leonhardi-Ensemble e.V., dass die Veranstaltung am Ende Spenden in Höhe von 1436 Euro einbrachte. Über diese Summe ist auch Sabine Kotrel-Vogel (Foto: Zweite von rechts) begeistert, die Leiterin des Clemens-Maria-Kinderheims in Putzbrunn, dem die Spenden zugutekommen: „Mit dem Geld wollen wir den Kindern kleine Ausflüge in das Umland ermöglichen, damit sie erfahren, wie schön es hier ist.“

Das Leonhardi-Ensemble e.V. bedankt sich bei allen Mitwirkenden und Spendern für das tolle Ergebnis.

Ein Wochenende voller Musik in Baumburg

„Komm mit oh Schöner, komm mit mir zum Tanze“ klingen hell die Frauenstimmen im großen Prälatensaal des Seminarhotels Kloster Baumburg. Hier und da unterbricht sie der Dirigent und musikalische Leiter Thomas Baron, indem er streng mit dem Taktstock auf den Notenständer tippt. Noch sitzt einfach nicht jede Pause, jeder Ton und jede Absprache. Doch es ist noch Zeit und das Probenwochenende ist die beste Gelegenheit, sich intensiv mit dem Projekt auseinanderzusetzen.

Jedes Jahr im Frühling verbringt der Große Chor des Leonhardi-Ensembles e.V. daher ein Wochenende in dem wunderschön gelegenen Seminarhotel Kloster Baumburg, von dem man einen tollen Ausblick nicht nur auf die Kirche St. Margareta hat, sondern auch auf Altenmarkt und das Alztal. Und auch die hervorragende und herzliche Bewirtung durch die Familie Binkert, die das Leonhardi-Ensemble bereits in sein Herz geschlossen hat, lässt die Sängerinnen und Sänger hier immer wieder gerne herkommen.

An so einem intensiven Musikwochenende können die Abende schon einmal länger werden – denn das gemütliche Zusammensitzen und Ratschen darf natürlich auch nach einer sehr intensiven Probe nicht fehlen. Das lässt sich am besten im Speiseraum des Seminarhotels genießen, wo dann das ein oder andere Lied angestimmt wird. Doch lieber nicht zu tief ins Glas geschaut, denn am nächsten Tag wird schon in der Früh weitergeprobt und da sollte man wieder fit sein.

Mit einer kleinen Entspannungsmassage geht das Singen gleich viel besser.

Damit die müden Geister erwachen, verlegt Thomas Baron das Einsingen dann gerne mal nach draußen in die frühe Morgensonne. Und damit auch die letzte Verspannung vom Vorabend gelöst wird, gibt es für jeden noch eine kleine Massage vom Nebenmann, bevor man sich wieder mit vollem Elan dem aktuellen Programm widmet: dem Requiem von Mozart und einem modernen Stück mit dem Titel „Adam’s Lament“ des lebenden estnischen Komponisten Arvo Pärt.

Am Sonntagmittag nach dem Essen heißt es wieder nach Hause fahren. Alle sind sich einig, dass so ein Probenwochenende nicht nur gut für das Projekt ist. Es bringt auch die Menschen zusammen und verbessert ungemein den gesamten Chorklang. Und weil es allen wieder einmal so gut gefallen hat, ist es natürlich Ehrensache, dass man den Hausherren ein kurzes Ständchen zum Dank vorträgt. Schon jetzt freuen sich die Sängerinnen und Sänger auf das folgende Probenwochenende im nächsten Jahr.

So ein gemeinsames Wochenende verbessert nicht nur den Chorklang – alle freuen sich schon aufs nächste Jahr.

„Wer sich öffnet, wird im tiefsten Inneren berührt“

Nach der begeisternden Aufführung der Carmen, bietet das Leonhardi Ensemble e.V. dieses Jahr weitere Höhepunkte der Musikliteratur. Im Mai präsentieren der Chor und das Orchester Mozarts Requiem in der Mehrzweckhalle Höhenkirchen. Auch Benjamin Brittens „Simple Symphony“ sowie das ergreifende Stück „Adam`s Lament“ von Arvo Pärt stehen auf dem Programm.   

Das Requiem in d-Moll ist Wolfgang Amadeus Mozarts letztes Werk und entstand kurz vor seinem Tod 1791. Wohl gerade deshalb ranken sich zahlreiche Legenden um dieses Meisterwerk. Obwohl es der Komponist selbst nicht mehr vollenden konnte, zählt es heute zu seinen großartigsten und meist aufgeführten Werken. Das Leonhardi Ensemble e.V. wird die Totenmesse im Mai unter der musikalischen Leitung von Thomas Baron auf die Bühne in der Mehrzweckhalle bringen – bereits zum zweiten Mal nach der Aufführung 2007 anlässlich des gemeindlichen Kulturjahres.

Im Programm steht Mozarts Werk im Kontext mit dem ebenfalls sehr ergreifenden Stück „Adam`s Lament“ des lebenden estnischen Komponisten Arvo Pärt. Darin widmet sich der Komponist dem tiefgreifenden Schmerz des Urvaters Adam, der nach der Verbannung aus dem Paradies über den Verlust der Liebe Gottes klagt: „Meine Seele sehnt sich nach dem Herrn, und unter Tränen suche ich ihn.“

Was Pärts Musik mitunter so einzigartig macht, ist auch das Zusammenspiel aus disharmonischen und harmonischen Klängen. „Sie verdeutlichen in dem Werk sehr intensiv die Thematik des Klagens und des gleichzeitigen Sehnens nach Gottes Liebe, das Adam verspürt. Wer sich dem öffnet, wird im tiefsten Inneren berührt“, verspricht Baron.

Das Leonhardi Ensemble wird das Werk im Originaltext in russischer Sprache singen – eine große Herausforderung für die Mitglieder des Großen Chors. Da ist es von Vorteil, dass sich der musikalische Leiter Thomas Baron damit auskennt: „Meine Frau stammt aus Russland und hat den ganzen Text auf Band gesprochen, sodass die Sängerinnen und Sänger gut zu Hause üben konnten. Es wäre sonst mit der Aussprache sehr schwer gewesen.“

Nicht zuletzt bringt das Orchester ein sehr beliebtes Werk des englischen Komponisten Benjamin Britten auf die Bühne, das er für Streichorchester im klassischen Stil komponiert hat: die spritzige, bewegte „Simple Symphony“.

Mit dem diesjährigen Programm kehrt das Leonhardi-Ensemble e.V. zu seiner Tradition der klassischen Aufführung zurück. Das Publikum darf sich auf einen klangintensiven Abend freuen mit einigen der bewegendsten Werke der Musikliteratur. Die Konzerte finden am 18. Mai 2019 um 19 Uhr und am 19. Mai 2019 um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle Höhenkirchen statt. Karten erhalten Sie wie gewohnt etwa zwei Wochen vorher im Vorverkauf bei Schreibwaren Squarra und Schreibwaren Obermeier in Höhenkirchen-Siegertsbrunn sowie ab April auf www.okticket.de. Am 24. Mai 2019 um 19.30 Uhr ist zudem ein Zusatzkonzert in der katholischen Kirche St. Johannes Evangelist in München geplant.